Klimawandel bedroht Artenvielfalt

Seit Jahren weisen Wissenschaftler auf die bedrohliche Wirkung des Klimawandels auf die Artenvielfalt hin. Selbstverständlich sind Landverbrauch, Umweltgifte und die Art der Ackerbewirtschaftung ebenfalls wesentliche Faktoren. Jedoch ist gerade deren Wechselwirkung mit der globalen Erwärmung fatal. Im Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum werden diese genauestens untersucht und regelmäßig erscheinen Forschungsarbeiten zu einzelnen Aspekten. Inzwischen warnen die Senckenberg-Wissenschaftler ganz konkret vor dem Aussterben von Tieren und Pflanzen und dabei vor allem
vor einem Dominoeffekt. Wenn auch der Klimawandel nur bestimmte Pflanzenarten bedroht, so fördert er indirekt auch das Aussterben von Tieren, deren Ernährung damit gefährdet ist.

Wer mit offenen Augen durch die Natur geht, nimmt die kontinuierliche Veränderung war. Und dass diese Veränderung keine natürliche ist und vor allem sowohl in der Geschichte der menschlichen Kultur als auch erdgeschichtlich in seiner Geschwindigkeit, ist inzwischen vielfach belegt und gilt für die überwältigenden Mehrheit der Wissenschaftler als gesichert. Der Mensch ist die dominante Ursache der globalen Erwärmung“ stellen in einem aktuellem Klimareport 13 US-Behörden fest und widersprechen, damit der in weiten Teilen der Regierung von Präsident Donald Trump vertretenen Position zum Klimawandel. „Unsere Zeit ist nun die wärmste in der Geschichte der modernen Zivilisation.  und die Erderwärmung ist Realität. Der Bericht wurde von der Behörde für Ozean- und Atmosphärenforschung (NOAA) zusammengestellt

Auch in Mitteleuropa konnten wir in den letzten Jahren immer neue Rekorde an Extremwetterereignissen erleben. Die Europäische Umweltagentur hat nun hierzu einen Bericht vorgelegt, der unter anderem bestätigt, dass die letzten drei Jahre auch in Europa gleich mehrere Rekorde gebrochen haben. Die Zeitschrift NATUR zitiert aus einem Bericht des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, dass es 2014 und 2015 wärmer war als je zuvor, „der Meeresspiegel an den Küsten erreichte neue Höchststände und die winterliche Meereisfläche in der Arktis sank auf den geringsten Wert seit langem. In den europäischen Polargebieten und den Gebirgsregionen schrumpfen die Gletscher, die Schneebedeckung nimmt ab.

Insgesamt verstärken sich die Klimaunterschiede: In den ohnehin schon regenreichen Regionen Europas nehmen die Niederschläge zu, die niederschlagsärmeren Regionen werden hingegen trockener. In vielen Regionen steigt zudem die Häufigkeit und Intensität von Extremereignissen wie Hitzewellen, Starkregen und Dürreperioden, so die Forscher: „Der Klimawandel hat die Wahrscheinlichkeit solcher Wetterextreme in Europa erhöht.“ Den Klimaprognosen nach wird sich dieser Trend in Zukunft fortsetzen“.

Mit einem „Weiter so“ was die Verbrennung von fossilen Brennnstoffen angeht und einer egoistischen und verantwortungslosen  „Nicht vor meiner Haustür-Haltung“ beim Ausbau der Erneuerbaren Energien wird mehr an Natur zerstört als durch naturschutzfachlich und durch zahlreiche Aufwertungsmaßnahmen begleiteten Anlagenbau (s. auch beim Bundesamt für Naturschutz). Dies konnte in diesem Jahr durch Überschwemmungen und Brände in in Südeuropa beobachtet werden bei denen eine vielfach größere Fläche und mehr Flora und Fauna zerstört wurde, als es bei der Errichtung von Wind-, Wasser- und Sonnenkraftwerke insgesamt der Fall war.

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