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Me first!

Amerika first! Britain first! Katalonien first! Keiner denkt an mich, wenn ich es nicht selbst tue! Warum Steuern zahlen, wenn ich meinen Reichtum auch vor der Allgemeinheit verstecken kann. Apple und IKEA, aber auch Lufthansa und Deutsche Bank machen es vor. Irland, Malta, Luxemburg und die Cayman-Inselns und dort ansässige Büros helfen gerne beim Betrug an der Allgemeinheit. Sollen eben die Schwachen den Bau von Kindergärten und Straße, die Sanierung von maroder Infrastruktur kümmern.

Und warum soll ich meinen Reichtum mit Schwächeren teilen, wenn ich in einer reichen Region lebe. Solidarität mit Griechenland und Spanien, wenn ich in Großbritanien oder Deutschland lebe? Oder mit Bremen, wenn ich in München zu Haus bin, mit Gelsenkirchen, wenn in Düsseldorf? Haben die Katalanen nicht recht, sich vom armen Rest Spaniens zu lösen?

Gerne möchten wir aus Afrika Erdöl und Diamanten, Seltene Erden und Schnittblumen. Wir geben auch gerne unsere Altkleider, Hähnchenflügel und Elektroschrott ab. Dass den Menschen die Lebensgrundlage durch unser Tun zunehmend entzogen wird, ist bedauerlich. Die jetzt schon vor Verteilungskämpfen und Hunger als Wirtschaftsflüchtlinge diskriminierten Menschen vor allem aus Afrika, die von den Stacheldrähten und dem Meer aus Europa ferngehalten werden, sind erst der Anfang. Die immer stärker werdenden nationalen und persönlichen Egoismen werden entgegen den ethischen Übereinkünften, die in religiösen und philosophischen „Goldenen Regeln“, in Menschenrechts- und  Flüchtlingskonventionen festgehalten sind, zunehmend humanitäre Katastrophen münden, wenn nicht wieder Vernunft in die europäischen Regierungen einzieht. – Und wenn nicht jeder Einzelne von uns seinen pesönlichen Egoismus hinterfragt!

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