Die Verkehrswende wird blockiert

Über die Aktionen gegen grüne Parteizentralen in Wiesbaden und Berlin können sich die Autobahnbauer von SPD über Union bis FDP und AfD kringelig lachen – aber möglichst unauffällig. Die von den Grünen enttäuschten NGOs wollen sie zu undemokratischen und nicht rechtsstaatlichen Handlungen zwingen, damit der Weiterbau der Bundesautobahn A49 gestoppt wird.

Sie wissen, dass die Grünen nur verlieren können. Denn stoppen können diese nunmal nichts. Diejenigen, die es könnten, nämlich Union und SPD, sowie die von ihnen beschlossene riesig lange Liste der übrigen Autobahnprojekte sind aus dem Blickfeld der Aktivisten, solange diese auf die Grünen einprügeln.

Zudem kostet es den Grünen Stimmen und es zerreisst sie vielleicht sogar, so dass geschwächte grüne Fraktionen in Bund und Land die in den Augen der Autoparteien überzogene Verkehrswende in Koalitionsverhandlungen nicht durchsetzen kann. Wie erfreulich für diese: Die Verkehrswende wird von denen blockiert, die den Grünen vorwerfen, mit 15% nicht kompromisslose 100% Verkehrswende erreichen zu können.

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