Besuch der FKM Biedenkopf

Besuch der FKM Sintertechnik GmbH in Biedenkopf

Am 24. August konnte ich zusammen mit dem Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir das Unternehmen FKM in Biedenkopf besuchen, dass als erstes Sintertechnik in Deutschland einführte. Tarek Al-Wazir bezeichnete dort die Transformation zum nachhaltigen Wirtschaften als vordringlichste Aufgabe. „Viele Unternehmen in Hessen haben das erkannt und bereits in innovative Technologien oder digitale Prozesse investiert“, sagte der Minister am Mittwoch bei seinem Besuch der FKM Sintertechnik GmbH in Biedenkopf. „Um sich nachhaltiger und energieeffizienter aufzustellen, denken Unternehmen neu und entscheiden sich mutig auch für aufwendige und größere Maßnahmen. Viele dieser Maßnahmen wurden und werden – zukünftig in noch einmal verstärktem Maße – von der Landesregierung unterstützt.“

Additive Technik ermöglicht Kupfereinsparung

Die FKM Sintertechnik GmbH ist auf die additive Fertigung mit Lasern spezialisiert und stellt funktionsfähige Bauteile aus Kunststoff und Metall her. Unterstützt vom Land mit rund 177.000 Euro konnte der Baustoff Kupfer in die 3D-Druck-Produktion aufgenommen werden. Bauteile aus Kupfer sind vor allem gefragt, wenn hohe thermische und elektrische Leitfähigkeiten gefordert sind. Durch die additive Technik entsteht kaum Überschuss, sodass nur ein Zehntel der bisherigen Kupfermenge benötigt wird.

Hessen nutzt im Rahmen des Förderprogramms PIUS-Invest (PIUS = produktionsintegrierter Umweltschutz) Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Nachhaltig wirtschaften öffnet neue Märkte

„Mit dem 3D-Druck von Kupferbauteilen schlägt FKM Sintertechnik ein neues Kapitel ihrer Unternehmensentwicklung auf“, sagte Matthias Henkel, Geschäftsführer der FKM Sintertechnik GmbH. „Durch die hocheffiziente Fertigungstechnik können im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren 90 Prozent des Materials eingespart werden. Mit so wenig Material auszukommen, das ist nachhaltiges Wirtschaften in Reinstform.“

„Mit nachhaltigem Wirtschaften können sich Unternehmen neue Märkte öffnen“, erklärte der Minister. „Oft ergibt sich durch Prozessumstellungen oder Materialänderungen auch ein Wissensvorsprung. Mit neuen Technologien eröffnen sich Spielräume, sowohl für die Umwelt als auch für die Unternehmen.

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