(c) Esther Stosch/pixelio

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Ein angekündigter Notstand

Die Intensivstationen, Mediziner und das Pflegepersonal sind in einigen Nachbarstaaten und den Bundesländern Bayern und Sachsen an ihrer Belastungsgrenze angelangt. Vereinzelt müssen OPs verschoben und Patienten verlegt werden. Da inzwischen tausende an Pflegekräften fehlen, kann das auch nicht leicht aufgefangen werden.

Virologen, Epidemiologen u.a. Experten haben das lange angekündigt, zum Teil mit nun exakt eingetroffenen Verlauf. Und die Wissenschaftler sind sich auch zur überwältigenden Mehrheit einig. Doch es ist wie beim Klimawandel: Wenn über 99% einig in der Bewertung sind, suchen sich manche Menschen, auch innerhalb der Medien, die wenigen mit abweichenden Meinung raus und schließen dann, dass es ja auch ganz anders sein kann.

Warum? Um nicht handeln und damit eigene Positionen aufgeben zu müssen.

Die Konsequenz ist auch klar: Bevor nicht eine ausreichende Zahl an Menschen ausreichend viel Abwehrkräfte haben, taumeln wir von Welle zu Welle. Diese können durch Impfungen oder Infektionen erreicht werden. Derzeit infizieren sich Kinder und junge Menschen. Diese haben zwar seltener schwere Verläufe, aber diejenigen, die sie dennoch erleiden, füllen jetzt zu 90% die Intensivstationen.

Bei Kindern wurden seit Beginn der Pandemie fast genauso viele Infektionen pro 100.000 Einwohner festgestellt, wie in höheren Altersgruppen, doch schwere Verläufe oder langfristige Schäden sind viel seltener. Doch es gibt sie und wenn weniger auch 1% der Infizierten in der Klinik landen , werden von diesen bis zu 1% versterben. Bei über 13 Millionen Kindern sind es einfach zuviele, deren Leben alle Impfverweigerer aufs Spiel setzen. Und zudem solte allen klar esein: Es werden auch viele Langzeitfolgen davon tragen.

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