Biber (c) AWI, pixabay

Biber (c) AWI, pixabay

Klimawandel fördert Biberausbreitung, Biberausbreitung fördert Klimawandel

Ein deutsch-amerikanisches Forscherteam untersucht, welche Wechselwirkungen sich aus der Globalen Erwärmung und der  Ausbreitung des Bibers ergeben. Eine jüngste Veröffentlichung im Fachjournal Global Change Biology unter Beteiligung von Forschern des Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) zeigt, dass die Tiere ganze Ökosysteme verändern und zum Auftauen des Dauerfrostbodens beitragen.

Das wärmere Wasser der durch Biber entstandene Seen habe auch Auswirkungen auf den Boden ringsum. „Abgesehen von den obersten Zentimetern bleibt der normalerweise bis in Tiefen von etlichen hundert Metern dauerhaft gefroren. Mit Sorge beobachten Wissenschaftler, dass dieser sogenannte Permafrost im Zuge des Klimawandels verstärkt auftaut. Denn dabei kann der Boden vermehrt Treibhausgase freisetzen und instabil werden. Und einen solchen Effekt können offenbar auch die Biber auslösen. „Unter und neben ihren Seen wird der Permafrost verstärkt degradiert“, sagt Ingmar Nitze. Das sei allerdings kein Grund, die Nager zu bekämpfen. „Das Hauptproblem der Arktis und ihrer Böden ist der Klimawandel“, betont der Forscher. „Und nicht der Biber.“ PM des AWI vom 16.07.2018

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